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Lebensabschnitte

 

 

 

Heute Abend habe ich mir Gedanken gemacht zu Lebensabschnitten. Inspiriert wurde ich dazu von meiner DancingForBirth -Ausbilderin Siri aus Amsterdam. Sie machte zum ersten Mal ein live-Video auf facebook und sprach über ihre sich verändernde Rolle als Mutter. Da ihre Jüngste nun drei Jahre alt geworden sei, bliebe ihr mehr RAUM für sich.

 

 

Ein kurzer Rückblick im Zeitraffer fand in meinem Kopfkino statt. Was ich schon für unterschiedliche Lebensabschnitte in meinem doch recht kurzen Leben geschafft habe…!

 

 

Die Kurzfassung dazu wäre wohl verliebt, verlobt verheiratet, zwei Kinder, Haus und Garten.

 

 

Diese Betrachtungsweise rückte meine Person als Zentrum des Erlebten aber völlig aus der Mitte. Und so fühlt es sich tatsächlich sehr stark im Moment für mich an. Nachdem ich in den Jahren meiner Schulzeit und Studienzeit sehr oft den Weg anderer mitgegangen bin und als Mutter und Ehefrau viel für die Familie da war, darf ich nun meinen eigenen Raum einnehmen, mir Zeit für mich nehmen. Aber mit was fülle ich diesen Raum, diese Zeit? Diese Offenheit fühlt sich manchmal so gewaltig an, dass es fast Ehrfurcht bereitet sich darin zu entfalten. Ich kann alles sein, was ich möchte. Ich kann genau so klein bleiben, wie ich war oder so groß, wie ich es mir erträumen möchte. Ich kann gestalten und kreieren oder ich kann in der Regungslosigkeit verharren. Ich muss nur WOLLEN.

 

 

Descartes sagte: „Cogito ergo sum“. Das mag sein und wird auch heute noch viel zitiert und diskutiert. Aber was ändert, dass ich denke oder was ich denke? Es ist ein Anfang ja. Aber was passiert daraus, aus dm Gedanken? Zunächst einmal gar nichts. Viel wichtiger noch als der Gedanke ist die Motivation ihn umzusetzen, daher ist mein Satz: „Ich will, also kann ich!“

 

 

Ein neuer Lebensabschnitt hat nicht nur für Siri begonnen, sondern auch für mich. Na ja, vielmehr stecke ich schon eine Weile darin. Aber ich will, soviel steht fest! Also: kann ich!

 

 

Jetzt bleibt nur noch die Frage offen: „Womit fange ich an…“